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Klinikum Frankfurt (Oder) | 06.11.2014

PET/CT in Betrieb genommen

Seit dieser Woche steht in der Klinik für Nuklearmedizin des Klinikums Frankfurt (Oder) ein PET/CT. Unseren Patienten können wir nun wohnortnah eine noch sichere und genauere bildgebende Diagnostik in der Onkologie anbieten.

Das PET/CT ermöglicht in der Kombination einer CT (Computertomographie) mit einer PET (Positronen- Emissions- Tomographie) die Darstellung des Stoffwechsels von Tumorzellen, so dass deutlich früher Tumore oder Metastasen diagnostiziert werden können als bei der reinen CT oder der MRT (Magnet-resonanztomographie).

Bei der PET wird eine schwach radioaktiv markierte Substanz, z.B. ein schnell abbaubares Zucker-Präparat, in die Vene des Patienten gespritzt. Da bösartige Tumore und Metastasen einen deutlich höheren Stoffumsatz haben, lassen sie sich mit der PET/CT ab einer Größe von 4mm erkennen. Bei Lungentumoren ermöglicht die PET z.B. die Diagnostik einer möglichen Beteiligung weiterer Organe z.B. den Lymphknoten. Dieses Ergebnis ist wichtig, um zu entscheiden, ob vor einer Operation eine vorhergehende Chemotherapie sinnvoll ist.

Im Gegensatz zur Funktionsdarstellung einer PET- Untersuchung bildet die Computer-
tomographie (CT) als radiologisches Schnittbildverfahren krankhaft veränderte Veränderungen von Organen und deren anatomische Strukturen ab.

Die Kombination einer PET- mit einer CT-Untersuchung mit einem einzigen Gerät ermöglicht nun durch die direkte Überlagerung der Informationen der PET mit der Anatomie die genaue Lokalisation des Tumors, so dass die Aussagekraft im Vergleich zu einer reinen PET- oder CT-Untersuchung präziser, detaillierter und deutlich aussagekräftiger ist.
Die PET/CT ist eine wichtige ergänzende Diagnostik bei einer Vielzahl von onkologischen Erkrankungen, wie bei Lungentumoren, Kopf- und Halstumoren, Darmtumoren, Lymphomen (Blutkrebs), Melanomen (Hautkrebs), Brust- und Prostatakrebs, um nur die häufigsten zu nennen. Durch die exakte Darstellung lassen sich die Effekte von Chemo-oder Strahlentherapie kurzfristig kontrollieren und nicht sinnvolle Operationen können vermieden werden.
Die PET/CT- Untersuchung dauert einschließlich der Wartezeit etwa zwei Stunden. Danach wird dem Patienten ein vorläufiger Befund mitgeteilt. Durch die Kurzlebigkeit der verwendeten Strahlung kann er nach der Untersuchung wieder nach Hause gehen.

Inwiefern eine Untersuchung mit einer PET/CT sinnvoll ist, bespricht der Patient vorab mit seinem behandelnden Arzt. Dieser kann sich jederzeit an die Klinik für Nuklearmedizin wenden. Für die Untersuchung werden eine Überweisung und vorliegende Befunde benötigt. Die Patienten können sich auch direkt an die Klinik wenden, um einen individuellen Beratungstermin unter der Telefonnummer
0335 548 2921zu vereinbaren.

Die Kosten für eine PET/CT-Untersuchung werden von den Krankenkassen gegenwärtig nur bei bestimmten Tumorerkrankungen, z. B. bei Lungentumoren, übernommen. Bei anderen Erkrankungen ist ein individueller Antrag zur Kostenübernahme an die Krankenkasse zu stellen, wobei das Klinikum gerne fachlich unterstützt.


Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH
Kontakt: Sabine Zinke
Müllroser Chaussee 7
15236 Frankfurt (Oder)
Telefon: 0335  548 2002
sabine.zinke(at)klinikumffo.de